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Pressespiegel




Bericht aus der:

Bayerischen Staatszeitung, 9 November 2007

 

Marktsegment M:access der Börse München war für ein Fürther Solarunternehmen schon vor Jahren die bessere Alternative zur klassischen Kreditfinanzierung

 

Viele Mittelständler haben Angst vorm Börsengang

Bei der Finanzierung setzen deutsche Mittelständler auf Tradition – und gehen mit ihren Kreditwünschen zur Bank. Alternative Kapitalquellen sind wenig bekannt, der Börsengang ist mit Berührungsängsten behaftet. Qualitäts- segmente wie M:access weisen hier einen Ausweg.

 

Wenn man gegen etwas ist, muss man auch für etwas sein. Die Suche nach der besseren Alternative beschäftigt Wolfgang Wismeth seit mehr als 20 Jahren. Sonnenstrahlen hielt der erklärte Atomkraftgegner aus Franken schon damals für die Energiequelle der Zukunft. Er wollte Pionier sein in Sachen Ökologie, auch als Unternehmer. Die Photovoltaik steckte 1986 ebenso wie das Thema Umweltschutz noch in den Kinderschuhen, kaum jemand heizte seine Wohnung oder sein Wasser mit Sonnenenergie auf. Aber Wismeth war überzeugt, dass die erneubaren Rohstoffe das Fundament der künftigen Weltenergieversorgung sein würden. Und setzte seine wirtschaftliche Zukunft auf diese Prognose.

 

Straßen beleuchten und Wasserpumpen betreiben
Heute sind die Photovoltaikanlagen seines Unternehmens Sunline AG auf Kongress- und Messehallen oder Schuldächern aufgebaut – und auch direkt im Freien zur Einspeisung ins Stromnetz. Die Solarkraftwerke des Unternehmens sorgen außerdem dort für Energie, wo es kein Stromnetz gibt, also beispielsweise in Wochenendhäusern oder bei Parkautomaten. Derartige Photovoltaik- Inselanlagen eignen sich hervorragend dafür, in wenigen entwickelten oder schwach besiedelten Teilen der Welt die nicht vorhandene öffentliche Stromversorgung zu ersetzen, Straßen zu beleuchten oder Wasserpumpen zu betreiben. Das fand Firmenchef Wismeth schnell heraus. „Bislang kauften wir vor allem bei ausländischen Lieferanten ein. Aber das Ausland – besonderes die Länder des Sonnengürtels der Erde – ist auch für unsere Exportgeschäfte interessant.“

Wachstum kostet jedoch zunächst einmal Geld, auch im Inland: „Die öffentliche Förderung der Sonnenenergie hier zu Lande hat einen extremen Boom verursacht. Wir mussten in den Einkauf investieren, und so einen Energiecontainer kostet eine Viertelmillion Euro. Wenn Sie jeden Monat 10, 20 Stück davon brauchen, geht das richtig ins Geld.“ Bei den Lieferanten heißt das: Vorauskasse leisten. Und bei der Bank: Kreditlinien beantragen.

Diese Abhängigkeit von Krediten ist bei deutschen Mittelständlern weit verbreitet. Denn kleinen und mittleren Unternehmen stehen nur eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aufgrund der begrenzten Betriebsgröße scheidet speziell der Kapitalmarkt für die meisten Mittelständler aus: Entweder sind die regulatorischen Anforderungen unüberwindbar oder die Kosten dafür zu hoch. Das alleine aber erklärt nicht, warum sich der deutsche Mittelstand immer noch hauptsächlich auf Bankkredite verlässt.

Kapitalquellen wie Risikokapital oder Mezzanine werden erst in Betracht gezogen, wenn vorhandene Quellen erschöpft sind. Einen Börsengang können sich nur die wenigsten Mittelständler vorstellen. Das belegen Studien des deutschen Aktieninstituts: Die Mehrheit der Unternehmen schließt einen Börsengang aus, weil die Inhaber keine anderen Teilhaber wünschen.

Die neuen Eigenkapitalrichtlinien der Banken, besser bekannt als „Basel II“, die ab 2007 gelten, werfen Schatten. Das hat auch Wolfgang Wismeth hautnah erlebt: „Die Banken sind sehr zurückhaltend. Und in der Größenordnung, in der wir Kreditlinien benötigen, um in den Einkauf zu investieren, war das ganz besonders schwierig.“ Eine Erfahrung, die Wismeth mit vielen Mittelständlern in Deutschland teilt. Denn mit Basel II wir das Eigenkapital zum Richtmaß für die Kreditentscheidung gemacht. Und hier sind kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland immer noch unzureichend ausgestattet. Zwar hat sich die Eigenkapitalquote der deutschen Mittelständler in der jüngsten Vergangenheit leicht verbessert – dies ist aber Wohl vor allem der Tatsache geschuldet, dass sich die Unternehmen bei Investitionen zurückhalten und die Kreditvergabe äußerst restriktiv ist. Und international gesehen ist die Eigenkapitalquote immer noch niedrig.

Fakt ist, dass viele Unternehmen weiterhin ein starkes Interesse daran haben, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen. Die Innenfinanzierung über einbehaltende Gewinne jedoch lässt Wachstum nur in beschränkte Maße zu. Und bei Beteiligungen beispielsweise in Form von Risikokapitalgebern fürchtet so mancher Unternehmer, die Kontrolle zu verlieren. Der geschäftsführende Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, Rüdiger von Rosen, hält daher den Börsengang als Option für viele Mittelständler für geeignet: „Der Börsengang erschließt, anders als andere Finanzierungsformen, den Zugang zu unbefristetem Eigenkapital.

Eigenkapital, das in unternehmerische Wagnisse im Wettbewerb investiert werden kann.“

Für Wolfgang Wismeth war der Börsengang schon vor Jahren die bessere Alternative: „Damals hat man uns davon abgeraten; das sei eine ganz andere Hausnummer und wir wären noch nicht so weit. Und da haben wir es halt nicht gemacht – das war ein Fehler.“ Denn Wettbewerber aus der Solarbranche gingen damals an die Börse. Die Sunline AG wuchs zunächst einmal, soweit die eigene Kapitalkraft reichte. Als dies nicht mehr genügte, um ganz vorn mitspielen zu können, stellte sich für Wismeth erneut die Frage nach dem Börsengang – und dieses Mal ließ er sich nicht davon abhalten.

Denn nun erwies sich der Weg auf einmal als ganz leicht: Mit M:access hatte die Börse München ein Börsensegment etabliert, das maßgeschneidert ist für Mittelständler wie ihn. Überschaubare Anforderungen in einem nur fünfseitigen Regelwerk – ein Jahresabschluss als AG, ein Prospekt, der auch auf der Website des Emittenten veröffentlicht wird, und ein Grundkapital von mindestens einer Million Euro. Kein Mindest-Emissionsvolumen, kein Lock-up, keine verpflichtende Bilanzpressekonferenz. Stattdessen können die Unternehmen eine spezielle dafür eingerichtete Website der Börse München als Informations- und Kommunikationsmedium nutzen.

 

Der Börsengang ist kein Spaziergang
Und die Börse München will die Unternehmen auch sonst nicht allein lassen: „Der Börsengang ist kein Spaziergang“, erläutert Andreas Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung der Börse München. „Deswegen braucht jeder Unternehmer einen Begleiter, damit er alles richtig macht. Wir haben acht Emissionsexperten für M:access. „Diese Emissionsexperten, Banken und Investmenthäuser, unterstützen die Neulinge am Kapitalmarkt, sorgen für ausreichendes Wertpapier-Research, vertreiben die Emission und stellen über die Vergabe von Liquiditätsgarantien die Handelbarkeit sicher. Und sie schauen darauf, dass die Unternehmen sich den Anforderungen der unterschiedlichen Investoren öffnen.

Zum Beispiel auf einer Analystenkonferenz, wie sie bei der Börse München für M:access-Unternehmen einmal im Jahr zum Pflichtprogramm gehört. Bei der ersten Zusammenkunft in Frankfurt Ende März 2006 wurde deutlich, wie hoch die Solarbranche bei Investoren im Kurs steht: Gleich drei Mitbewerber der Sunline AG – allesamt in M:access gelistet – stellten sich den kritischen Fragen der Analysten. Und auch der Junior in M:access, die VIB Vermögen AG, präsentierte sich im Schaufenster des Qualitätssegments. Die gewerbliche Immobilien-Holding aus Neuburg an der Donau ist seit November 2005 an der Börse; aber Vorstand Ludwig Schlosser weiß ganz genau, was für den Nischenplayer VIB spricht: „Da gibt es zum Beispiel die Privatinvestoren, die auch mal einen Supermarkt kaufen. Aber solchen Leuten sind Immobilieninvestitionen zwischen 10 und 20 Millionen Euro zu hoch. Den Großanlegern, also offenen Immobilienfonds der großen Immobilien AGs, sind die mittleren Segmente zu klein. Die wollen lieber 50 oder gar 100 Millionen Euro investieren. Also passen wir gut rein in diese mittlere Nische.“ Und die Zahlen geben Schlosser Recht: eine durchschnittliche Mietrendite jenseits der neun Prozent, bonitätsstarke Mieter – und ein profitables Wachstum seit der Unternehmensgründung im Jahr 1993. Aber auch die VIB Vermögen AG ist erst fünf Jahre nach ihrer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an die Börse gegangen. Solche Beispiele zeigen nach Auffassung des Börsenjournalisten Dirk Benninghoff, wie notwendig Segmente wie M:access für den Mittelstand sind. „Und man sieht daran, dass Innovationen selten vom Börsenplatz Frankfurt ausgehen. Auch der Entry Standard in Frankfurt wäre ohne die Entwicklung der kleineren Börsen kaum gegründet worden“, befand der Experte der Financial Times Deutschland auf der Frankfurter Analystenkonferenz. In der Tat wurde der Entry Standard der Deutschen Börse erst mehr als ein Vierteljahr nach M:access eingeführt. Da hatte die Börse München die Zeichen der Zeit längst erkannt. DAI-Vorstand Rüdiger von Rosen hält beide Segmente für wichtige Ergänzungen der Börsenlandschaft. „Sie eröffnen kleineren und mittleren Unternehmen, für die die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen der öffentlich-rechtlichen Märkte oft zu aufwändig ist, einen Weg an den organisierten Kapitalmarkt.“

 

Auf den Börsengang muss man gut vorbereitet sein
Und sie senken die Schwelle für andere Unternehmen, die bislang noch nicht über einen Börsengang nachgedacht haben. Beinahe jede Woche führt Andreas Schmidt daher informelle Gespräche mit potenziellen Kandidaten: „Wir wollen insbesondere mittelständischen Unternehmen eines nehmen: die Angst vor dem Kapitalmarkt, die immer noch besteht.“ Auch der Börseneinsteiger Wolfgang Wismeth findet, dass diese Angst gänzlich unberechtigt ist: „Die an der Börse beißen nicht. Man muss gut vorbereitet sein und sich darauf einstellen, dass alles offener wird. Aber wir haben auch schon in der Vergangenheit offen kommuniziert, deswegen haben wir damit überhaupt kein Problem. „Wichtig sei, dass man eine Vision habe. „Man muss wissen, was man will und wo man hin will.“ Vielleicht nimmt der fränkische Mittelständler Wismeth in puncto Börsengang die Vorreiterrolle für einen Mentalitätswandel ein. Es wäre nicht das erste Mal.

 

CONSTANZE HACKE








Bericht aus der:

HLC Highlights, Juni 2007

 

Mit dem eigenen Dach Geld verdienen

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt vor, dass mit einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach erzeugter Strom 20 Jahre lang vom Energieanbieter abgenommen und mit derzeit knapp 50 Cent pro Kilowattstunde vergütet werden muss. Läuft die Anlage von Sunline solange mit guten Erträgen, kann der Hausbesitzer eine jährlich Rendite von 5–10% erzielen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sunline.de. HLC

 

Der Einsatz von Solarstromanlagen in Deutschland ist stark steigend. Gründe dafür gibt es genug: Steigende Energiepreise, hohe Energie-Importabhängigkeit, die Risiken der Kernkraftnutzung und der Klimawandel erfordern ein Umdenken in der Energiegewinnung.

Denn schließlich wollen wir nicht irgendwann wieder in kalten, dunklen Räumen sitzen, auf die Errungenschaften der modernen Technik – die nun mal nur mit Strom funktioniert – verzichten und in einer zerstörten, krank machenden Umwelt leben. Heute werden zwar erst ca. 0,5% des Strombedarfs in Deutschland durch Solarstrom gedeckt, doch langfristig sollten es mindestens 30% werden. Und dazu kann jeder Hausbesitzer beitragen.

 

Gefördert wird der Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses schreibt vor, dass auf dem eigenen Dach erzeugter Strom 20 Jahre lang vom Energieanbieter abgenommen und mit derzeit knapp 50 Cent pro Kilowattstunde vergütet werden muss. Gezählt wird jede kWh über einen völlig unabhängig arbeitenden Einspeisezähler. So hat sich eine Solarstromanlage von Sunline in 10–12 Jahren amortisiert und verdient Geld – ganz abgesehen davon, dass für den Eigenbedarf kein Strom mehr gekauft werden muss. Derzeit liegen die Kosten für eine Anlage zwischen 4.500 und 5.500 Euro pro kWp Leistung incl. Installation.

 

Das Herzstück einer Solarstromanlage sind die Solarzellen. Diese erzeugen Strom, sobald Licht auf sie fällt. Dazu ist nicht mal Sonnenschein nötig. Über einen Wechselrichter wird der erzeugte Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und kann jetzt eingespeist oder genutzt werden. Den höchsten Ertrag bringt eine Photovoltaikanlage bei Südausrichtung, bei anderen Himmelsrichtungen reduziert sich die „Ernte“ um ca. 5 bis 15%. Am einfachsten ist die Montage der Solarmodule auf einem geneigten Dach. Es gibt aber auch spezielle Gestelle für die Montage auf Flachdächern oder wandhängende Module für die Fassade. Die Lebensdauer der Module liegt bei über 30 Jahren. Weitere Informationen gibt es bei Sunline AG, Hans-Vogel-Str. 22, 90765 Fürth, Tel.: 0911/791019-0, Fax: 0911/791019-17, email: info@sunline.de oder im Internet unter www.sunline.de. Quelle: HLC

 


hlc_highlights_sunline.pdf   1.0 M





Pressemitteilung aus der:

Nordbayerische Nachrichten, 24.11.2006

 

Lautloser und umweltfreundlicher Strom

Seit nunmehr 15 Jahren produziert er „grünen Strom“. Denn auf seinem Haus wurde 1991 die erste Photovoltaikanlage in Herzogenaurach errichtet. Und er kann es jedem nur empfehlen: Systemadministrator Manfred Badum.

 

HERZOGENAURACH — Der 15. November 1991 war ein denkwürdiger Tag für die Familie Badum in der Von-Hohenlohe-Straße. Denn an diesem Tag wurde die frisch installierte Photovoltaikanlage auf dem Dach in Betrieb genommen — die erste netzgekoppelte Anlage in Herzogenaurach. 56 Solarmodule sorgen seither dafür, dass bei den Badums die Lichter brennen und der Kühlschrank brummt. Denn die Anlage erzeugt etwa 2500 bis 2700 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

 

Der Strom wird in das Netz der Herzo Werke eingespeist und von dort wieder entnommen. „Und dadurch, dass die Anlage fast so viel Strom produziert, wie wir im Haushalt brauchen, haben wir seitdem nahezu keine Stromkosten mehr“, sagt Manfred Badum.

 

Seine Photovoltaikanlage hat sich inzwischen schon längst amortisiert. Das ist nämlich im Schnitt nach 13 Jahren der Fall. Die Anlage der Badums kostete damals 71 000 DM. Das „1000-Dächer-Programm“ des Bundesministeriums für Forschung und Technologie gewährte einen Zuschuss von 50 Prozent, die bayerische Staatsregierung legte noch einmal 20 Prozent drauf. Unter dem Strich musste Badum also nur 20 000 Mark selbst finanzieren.

 

Eine lohnende Investition, wie Badum findet. Denn der Wirkungsgrad seiner Solarmodule ist auch nach 15 Jahren noch genauso hoch wie bei der Installation. Außerdem ist die Photovoltaikanlage wartungsfrei und absolut unkompliziert. Nicht einmal reinigen muss der Herzogenauracher seine Anlage auf dem Dach — dafür sorgen Regen und Schnee; letzterer rutscht nämlich auf der glatten Glasoberfläche problemlos ab. Und auch sonst war an den Solarmodulen noch nie etwas kaputt. Lediglich an den elektrischen Bauteilen des so genannten Wechselrichters, der im Keller der Badums positioniert ist, könne „mal etwas sein“, so Manfred Badum. Der Wechselrichter wandelt den von der Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, bevor er ins Netz eingespeist wird.

 

Freilich produziert die Anlage im Sommer mehr Strom als im Winter. Das hängt schließlich von der Dauer der Sonneneinstrahlung und vom Winkel, in dem die Sonne darauf scheint, ab. Im Winter sind es an einem Sonnentag nur etwa 40 Prozent des Stromes im Verhältnis zu einem sonnigen Sommertag. Und an trüben Tagen ist die Stromgewinnung natürlich allgemein niedriger. Denn bei einer Photovoltaikanlage gilt: Strom durch Licht.

 

Warum aber hat Manfred Badum quasi als Vorreiter in Herzogenaurach lange vor dem Erneuerbaren Energie-Gesetz von 1998 eine solche Anlage auf seinem Dach installiert? „Mich hat der Gedanke fasziniert, Strom nicht nur zu verbrauchen, sondern auch selbst etwas beizutragen“, sagt Badum, der auch Mitglied im Agenda-21-Arbeitskreis Energie ist. Die „Nach mir die Sintflut“-Haltung vieler könne er nicht verstehen, man müsse schließlich auch an nachfolgende Generationen denken. Deshalb produziere er mit seiner Photovoltaikanlage „lautlos und umweltfreundlich“ Strom.

 

JEANETTE HOCH (TEXT) UND MATTHIAS KRONAU (FOTO)

 






Pressemitteilung aus der:

Bild Zeitung

 

Saubere Energie vom Golfplatz

Fürths OB baut 850 Meter Solar-Wand

 

Fürth - Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) hat ein großes Ziel: Alle Firmendächer seiner Stadt sollen mit Solarmodulen bestückt werden.

"Bei 200 000 Quadratmetern Dachfläche haben wir dort noch ein enormes Potenzial", sagte Jung gestern. Doch zunächst will Fürth mit einem neuen Solarwall auf einem Golfplatz seine Position als Bayerns Solarstadt Nummer 1 ausbauen. 6500 Sonnenkollektoren bestücken einen Erdwall, der sich auf 850 Metern Länge über das Gelände zieht. Jung: "Die Module sollen rund einMegawatt Strom liefern, kosten fünf Millionen Euro." Eine Versicherung und weitere Investoren unterstützen das Projekt der börsennotierten Sunline AG.

Insgesamt werden momentan in Fürth vier Megawatt Strom durch Sonnenlicht erzeugt. Wenn der neue Solarwall ans Netz geht, können rund 1300 Fürther Haushalte ihren Jahresbedarf an Strom umweltfreundlich decken.





Pressemitteilung aus:

NWN Nebenwerte Journal Das Magazin für aktive Aktionäre / Ausgabe 01.09.2006, S. 48 / Ein Beitrag von Carsten Stern

 

Der harte Winter hat das Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich in die Minuszone rutschen lassen.

 

Die Sunline AG (vormals GWU Solar GmbH) besteht seit nunmehr 20 Jahren und hat sich auf den Bereich der regenerativen Energien wie Photovoltaik, Solarthermie spezialisiert. Am 01.01.2007 soll auch noch der Einstieg in das Segment „Pflanzenöl“ zur Biodieselgewinnung angegangen werden.

 

Die im M:access an der Münchner Wertpapierbörse gelistete Sunline AG will sich künftig verstärkt dem Vertrieb widmen. „In den vergangenen beiden Jahren waren Solarmodule teuer und knapp. Wir erwarten, dass dich dieser Trend nicht verkauft – das war einfach nicht nötig“, erläutert Vorstandsvor-

sitzender Wolfgang Wismeth. Sein neuer Finanzvorstand Harald Schumm, der seit 01.07.2006 an Bord ist, pflichtet ihm bei. Es werden gerade in China enorme Produktionskapazitäten hochgefahren, so dass eher mit einem Preisverfall für Solarmodule zu rechnen sei. Auf jeden Fall sei die Zeit der Knappheit vorbei. Umso wichtiger werde es in der Zukunft sein, den Vertrieb zu stärken. Zu diesem Zweck wurde die Vertriebsmannschaft des Fürther Unternehmens kräftig aufgestockt.

 

 

Rote Zahlen zum Halbjahr

Neben dem durch den harten Winter bedingten Baustopp, hinterlassen die Investitionen in Mitarbeiter und Vorräte deutliche Spuren im Ergebnis des ersten Halbjahres. So stiegen die Erlöse per 30.06.2006 nur auf € 15.8 (15.5) Mio. Allerdings sind die Umsätze des 1. Halbjahres 2006 mit dem Vorjahreszeitraum nur bedingt vergleichbar. Zum einen hat das Projekt-

geschäft sehr stark zugenommen. Zum anderen konnte witterungsbedingt im1. Quartal 2006 im Gegensatz zum 1. Quartal 2005 auf den Baustellen nicht gearbeitet werden.

 

Des weiteren bilanziert die Gesellschaft konservativ nach HGB. Danach darf er aus einem 5 - MW - Großprojekt stammende anteilige Umsatz von € 7.8 Mio., der im ersten Halbjahr 2006 angefallen ist, erst mit Abschluss des Projektes im vierten Quartal verbucht werden. Mit dieser betrieblichen Gesamtleistung in Höhe von € 23.5 Mio. scheint die Prognose des Unter-

nehmenslenkers, der für das Gesamtjahr Erlöse von € 60 Mio. und einen Bilanzgewinn erwartet, nicht unrealistisch zu sein. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2006 € -1.27 (0,44) Mio. Unter Berücksichtigung der Mehrleistung von € 7.8 Mio. wäre das Minus mit € -0.64 Mio. kleiner ausgefallen.

 

 

Weiteres Großprojekt in der Pipeline

Neben dem 5 MW – Projekt für die Tochtergesellschaft eines bedeutenden deutschen Versicherungskonzerns, kommt ab September/Oktober 2006 ein weiteres Mega-Watt-Projekt hinzu. Vom 5-MW-Projekt sind planmäßig bis zum 31.07.2006 die ersten 2.5 MW realisiert worden. Die restlichen 2.5 MW werden bis 31.10.2006 ebenfalls planmäßig umgesetzt sein.

 

Daneben geht Sunline behutsam die Expansion ins europäische Ausland an. Im ersten Schritt ist eine Tochtergesellschaft in Italien gegründet worden. Darüber hinaus ist die Sunline AG im Bereich der Solarthermie eine exklusive Kooperation eingegangen. Bei dem Ganzglas-Vakuum-Röhren-

kollektor handelt es sich um ein neuartiges Produkt, für das der Hersteller eine 20 Jahre Vakuum-Funktionsgarantie gibt. Sunline hat für Deutschland und Italien das Alleinvertriebsrecht. Schließlich wird voraussichtlich ab 01.01.2007 das dritte Strandbein der Sunline AG mit dem Bereich „ Pflanzenöl“ umgesetzt werden. Außerdem plant die Gesellschaft den Aufstieg vom Freiverkehr in den General Standard.

 

 




Frimengründer Wolfgang Wismeth hat ein weiteres Großprojekt in der Pipline


 

 

FAZIT

Das zweite Halbjahr dürfte für die Sunline AG deutlich besser verlaufen. Insbesondere, da in Q4 das 5 MW-Projekt abgerechnet werden wird. Mutige Anleger, die auf einen Fortgang des Solarbooms setzen wollen, können bei Kursen um € 5.- und damit unter Ausgabepreis erste Käufe in Betracht ziehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet die 2006er Zahlen ab, die Anfang 2007 veröffentlicht werden.

 




 

Pressemitteilung aus der:

GZ 01.06.2006

 

Solarpark der Marktgemeinde Hohenburg in Betrieb:

Größtes kommunales Solarstromprojekt Bayerns

 

Sunline AG Generalsunternehmer für Vorzeige PV-Anlage – Gemeinde investiert 5,3 Mio. Euro über Kommunal-Serviceunternehmen SERVFKOM

 

Hohenburg/Fürth – Bürgermeister Gerd Schärl nennt es das „Leuchtturm-

projekt Solarpark Hohenburg“: Trotz eines extremen Winters konnte der Generalunternehmer, die Sunline AG aus dem mittelfränkischen Fürth, die beispielhafte kommunale 1,14 Megawatt-Photovoltaikanlage (PV-Anlage) der Oberpfälzer Marktgemeinde nach nur drei Monaten Bauzeit frist- und kostengerecht übergeben. Die ca. 5-Mio-Euro-Investition der gemeindlichen Solarpark Hohenburg GmbH ist die höchste in der Geschichte der 1.800-Einwohner-Kommune.

 

In den vergangenen Monaten entstand auf dem ehemaligen Bundeswehr-

gelände im Hohenburger ortsteil Aderthausen laut SERVFKOM „die größte kommunale PV-Anlage in Bayern“. Neuartig an diesem großen Solarstrom-

system ist, dass die Modulgestelle sowohl auf Bodenflächen als auch auf Gebäuden wie beispielsweise Bunkern des ehemaligen Munitions- und Treibstofflagers montiert wurden: Bei gut einem Viertel der PV-Anlage kommt so die höhere Einspeisevergütung für Solarstrom von Dächern zur Anrechnung. Der örtliche Stromnetzbetreiber „EON Bayern war dafür ein wichtiger Kooperationspartner“, was Hohenburgs Bürgermeister Gerhard Schärl lobend erwähnte.

 




 

Gäste aus China

Nicht nur der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundes-Landwirt-

schaftsministerium Dr. Gerd Müller war aus Berlin zur Einweihungsfeier

auf den ehemaligen Militärlagerplatz im Landkreis Amberg-Sulzbach ge-

kommen: Sogar aus der 3,5 Millionen-Einwohner-Metropole Boading nahe Peking waren Gäste angereist.




 

Wertschätzung

Hohenburgs Gemeindechef Schärl begrüßte besonders Boadings Ober-

bürgermeister Yu Qun sowie Ding Qiang, den Manager eines chinesischen Solarmodulherstellers. Vor allem aber lobte Bürgermeister Schärl die Arbeit der Sunline AG: Die „war in der Lage, am fast leergefegten PV-Markt die notwendigen, TÜV-geprüften Module zu finden: Wir hatten mit der Sunline AG die richtigen Verbündeten“, ergänzte Schärl. Sunline Lob ebenso aus China: Auch der fernöstliche Solarmanager Qing stellte die „sehr gute Zusammenarbeit mit der Sunline AG“ heraus. Laut Suline-Vorstand Wolfgang Wismeth besteht diese Wertschätzung beiderseits: „Diese Kooperation soll noch weiter ausgebaut werden“, erklärte er im Hinblick auf die neue Solarmodulfabrik, die bei den Chinesen zurzeit entsteht, und bei deren Grundsteinlegung der Sunline-Chef „dabei sein durfte“.

 




 

 

Pressemitteilung aus der:

VDI Nachrichten, 04. August 2006

 

Würzburg / Reitstall mit Solardach

Pferde wiehern unter Würzburger Photovoltaik-Anlage

 

Auf der westlichen Mainseite entsteht zurzeit die größte Photovoltaik-Anlage Würzburgs. Sie ist mit 300m Länge und gut 80m Breite zugleich eines der größten Solardächer Bayerns. Montiert wird die Anlage auf einem ehemaligen Bundeswehr-Schießstand, der mit Betonfertigteilen überdacht ist. Das Gebäude wird jetzt als Pferdestallung genutzt.

 




 

Die Sonnenstromanlage soll aus 6372 jeweils ca. 1,5m² großen Solarmodulen bestehen, die es auf 1050 kW Spitzenleistung bringen. So viel verbrauchen etwa 250 Haushalte. Wolfgang Wismeth, Vorstand des Solarunternehmens Sunline, zur neuen Umwelt-Oase: “Wo früher Soldaten schossen, wiehern jetzt Pferde. Um vom Dach fließt bald sauberer Sonnenstrom.“

 




 

Pressemitteilung aus der:

VBW 2006 – Nr. 177 Seite 25 vom 3. August 2006

 

Würzburg / Das größte Solardach

Auf alter Schießanlage / Unterdürrbach (MR)

 

Fast unbemerkt von Öffentlichkeit ist in den letzten Wochen auf der ehemaligen Bundeswehr-Schießanlage unweit des Schenkenturms die größte Solarstromanlage Würzburgs und eine der größten in Bayern entstanden. Auf dem 20.000 Quadratmeter großen Dach eines Reitstalls installierte die Fürther Sunline AG 6372 Solarmodule, die jeweils eineinhalb Quadratmeter groß sind. „Die eingefangene Energiemenge wird ausreichen, um mehr als 250 Haushalte umweltfreundlich mit Strom zu versorgen“, erläutert Sunline-Vorstand Wolfgang Wismeth. Den produzierten Gleich-

strom wandeln zwei Netzrichter in Wechselstrom um. Über eine eigene Trafostation wird der Solarstrom schon bald ins Netz der Würzburger Stadtwerke fließen.

 

Die Sunline AG baut die Photovoltaik-Anlage übrigens für die Karstadt-

Quelle-Versicherungen, die die Gelder ihrer Versicherten auch im „Solarpark Süddeutschland“ angelegt, dem größten Solarpark Europas auf verteilten Dächern“, wie es heißt.

 






Der Solarpark Hohenburg wird mit Gästen aus China eingeweiht.

„Hohenburg Beispiel für China“

Amberger Zeitung, 18. Mai 2006

 

Module für Solarpark kommen auf Baoding - Chinesische Delegation am Montag im Lauterachtal

 

Hohenburg: Seit September 2005 waren die Spitzenmanager des chinesischen Modulherstellers Baoding Yingli schon zwei mal in Hohenburg, um sich vom Solarprojekt ein Bild zu machen. 

 

Warum erwecken die AKtivitäten der 1800-Einwohnergemeinde am Rande des Truppenübungsplatzes Hohenfels in Sachen Photovoltaik so viel Aufmerksamkeit im in den letzten Jahren wirtschaftlich pulsierenden Reich der Mitte, der Volkrepublik China?

 

Als die Investitionsentscheidung für den Bau des Solarparks mit rund 1,1 Megawatt Leistung getroffen wurde, war es für Bürgermeister Schärl, seinen Geschäftsführer Theo Fochtner sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates und Bau- ubd Investitionsträgers "SERVfKOM" äußerst wichtig, so schnell wie möglich in Betrieb zu gehen. Hier war Zeit Geld.

 

 

Sich hier ein Bild machen

 

Bis Ende März mussten die Module montiert und im Einsatz, sprich am Stromnetz der E.ON, sein. Garant sollte der Generalunternehmer Sunline AG aus Fürth sein. Der Vorstand Wolfgang Wismeth versprach bei der Auftragsvergabe, die strengen Zeitvorgaben einzuhalten.

 

"Da jeder wusste, dass der Modulmarkt ein ausgesprochener Mangelmarkt ist, gehe es nur, wenn er hierzu den richtigen Verbündeten hat". Dies war für ihn der große chinesische Modulhersteller Baoding Yingli, der für viele namhafte Modulhersteller fertigt.

 

Als die Verantwortlichen die Manager von Baoding Yingli von der Richtigkeit des Projekts überzeugt hatten, machten sich diese im September 2005 mit einer Delegation, an der Spitze der Generalmanager Zhi Heng Zhai, vor Ort ein Bild von der Größe und der Dimension des Solarprojekts. Hier wurde nach dem Eintrag in das Goldene Buch des Markts Hohenburg das Versprechen abgegeben, die Modulbelieferung für den Solarpark bis zum Ende März 2006 sicher zu stellen.

 


Anfang Mai dieses Jahres wurde in Baoding, einer 3,5 Millionen-Metropole im Norden Chinas der Grundstein für neue Fertigungsanlagen von Baoding Yingli gelegt, die dadurch mit einer Jahresproduktion von 500 Megawatt Solarmodule zum Weltmarktführer aufsteigen. 300 Millionen Euro werden investiert.

 

Es geht um Milliarden

 

Ziel des chinesischen Modulkonzerns ist es, damit rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz jährlich zu erzielen. 2005 sind in China zwei Großprojekte mit je ein bis zwei Megawatt Leistung von einheimischen Firmen gebaut worden. Allen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in China ist jedoch klar, dass solche Solarprojekte, gerade als Inselprjekte wichtig sind, den Bewohnern dieses Riesenlandes die Stromversorgung sich stellen zu können.

 

In den nächsten Jahren sind viele größere Projekte in China geplant. In Shanghai gibt es bereits so etwas ähnliches wie ein Einspeisegesetz. Deshalb nehmen die verantwortlichen Manager von Baoding Yingli und der Oberbürgermeister dieser chinesischen Millionenstadt die Gelegenheit wahr, sich vor Ort über die Anlage, über Ablauf der Investition und die kommunale Zusammenarbeit zu informieren.

 

Keine Frage, dass sich Oberbürgermeister Gerhard Schärl und sein Solarpark-Geschäftsführer Theo Fochtner sehr freuen, dass sie auch im 10.000 Kilometer ebtfernten Reich der Mitte mit ihrem Projekt so viel Aufmerksamkeit gefunden haben. Dass es sich hier nicht nur um einen Höflichkeitsbesuch handelt, zeigt die Tatsache, dass ein Fernsehteam des chinesischen Staatsfernsehens die Delegation begleitet und auch noch andere schreibende Journalisten der Volksrepublik China dabei sein werden.

 

Viel Kreativität gefragt

 

Besonderes Interesse haben die chinesischen Gäste an dem Know-How und der Kreativität, mit der in Deutschland an Photovoltaik und Solarthermie gearbeitet wird. Der Markt Hohenburg schreibt auf diese Weise einen Teil chinesische Kommunalpolitik mit.

 




Pressemitteilung aus:

Süddeutsche Zeitung Nr. 66 BAY vom 07.03.2006<br/>

 

Ökologie und wirtschaftlicher Erfolg gehen Hand in Hand

Der Solarberg von Fürth

Aus einer Mülldeponie ist ein umweltpolitisches Vorzeigeobjekt geworden

von Peter Schmitt

Fürth – Der Weg zur Sonnenenergietankstelle führt über Schutt und Abfälle. Allerdings kann der Spaziergänger, der den 360 Meter hohen Hügel am Main-Donau-Kanal bei Fürth hochwandert, nicht mehr erkennen, worauf er tatsächlich geht. Hier lagerte die Stadt Fürth einst ihren Müll ab. Inzwischen ist Gras darüber gewachsen. Seit drei Jahren bedecken zudem 6000 Solarmodule weite Teile der Abhänge. Von Ost bis West dehnen sie sich aus, um möglichst viel Sonnenenergie aufzunehmen. Als Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) die Anlage am Tag vor Weihnachten 2003 in Betrieb gehen ließ, erschien sie ihm als „ein umweltpolitischer Traum, der Wirklichkeit geworden ist“.


Eine sehr rentable Vision, wie sich inzwischen herausstellte. Vergangenes Jahr übertraf die Energieausbeute von mehr als einer Million Kilowattstunden Jungs Prognose von 940 000 Kilowattstunden um etliche Prozent. „Dabei war 2005 nur ein durchschnittliches Solarjahr“, sagte Wolfgang Wismeth, dessen Solarunternehmen die Sonnenzellen auf rund 1300 Betonstelzen montiert hat und das einzige auf einer einstigen Müllkippe entstandene Sonnenkraftwerk in Bayern betreibt. Wismeth ist einer der Solarenergiepioniere im Freistaat. Der Betriebswirt aus der Oberpfalz hatte sich in den 80-er Jahren nach Erfahrungen bei Protestaktionen gegen die Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstäbe bei Wackersdorf für die alternative Energie entschieden. Vergangenes Jahr brachte er seine 1986 in Nürnberg gegründete Firma GWU als Sunline AG an die Börse.

 

Der Müllhügel im Fürther Stadtteil Atzenhof ist Wismeths bisher größtes Projekt. „Es war zunächst nicht ganz einfach, die Module bei unterschiedlichen Hangneigungen im Halbrund um den Berg anzuordnen“, sagt er. Seine Techniker hätten anfangs Probleme gehabt, die richtigen Wechselrichter auszuwählen und die Module optimal zusammenzuschalten. So kam es während der Startphase im Frühjahr 2004 noch zu Einnahmeausfällen. Inzwischen seien diese „Kinderkrankheiten“ der Anlage aber längst ausgestanden. Ihre Energiemenge von rund einem Megawatt, die dem Strombedarf von mehr als 250 Haushalten entspreche, liefere den Beweis.

 

Die Ausbeute des Sonnengenerators wird in das städtische Stromnetz eingespeist. Der Preis wird vom Staat subventioniert, um den erneuerbaren Energien aus umweltpolitischen Erwägungen einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Das von der rot-grünen Bundesregierung erlassene Energieeinspeisegesetz sorgt dafür, dass zwei Jahrzehnte nach Inbetriebnahme, also noch bis zum Jahr 2023, die Kilowattstunde zum festgesetzten Preis von 45,7 Eurocent vergütet wird. So spielte das Solarkraftwerk vergangenes Jahr rund 470 000 Euro ein. Die Investoren, in erster Linie die Sparkasse Fürth, fahren damit nicht schlecht. Das kommunale Kreditinstitut geht von einer Rendite ihres eigens zu diesem Zweck aufgelegten Solarfonds von 4,5 Prozent vor Steuern aus. Es haben sich aber auch Privatleute mit kleineren Anteilen an dem Sonnenprojekt beteiligt. Und die Stadt Fürth stieg ebenfalls mit einer halben Million Euro ein.

 

Für den Sunline-Hauptaktionär Wismeth wiegt unterdessen die Umweltbilanz des für rund 6,7 Millionen Euro errichteten Flächenkraftwerks mindestens ebenso schwer wie ihr wirtschaftlicher Erfolg: “Die Fotovoltaikanlage vermeidet jährlich mehr als 670 000 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid.“




„Sonnenenergie setzt sich durch“

Financial Times Deutschland, 20. September 2005

 

Seit 1999 hat sich der Ölpreis versechsfacht und nach Ansicht von Fachleuten sind Mitte des Jahrhunderts die wirtschaftlich förderbaren Ölreserven erschöpft. Weitere Ölpreiserhöhungen sind also absehbar. Eine Studie der Deutschen Bank vom April 2005 prognostiziert der Photovoltaik ein weltweites Kapazitätswachstum von 30 Prozent, danach soll es bei etwa 10 Prozent liegen. Bei der Solarthermie soll die Fläche um etwa 20 Prozent pro Jahr wachsen.

 

Dabei wird auch eine neue Regierung nicht zu grundlegenden Änderungen bei der Förderung führen und die Bedeutung des Exports weiter zunehmen. Auch Dächer für das weitere Flächenwachstum der Solarmodule sind genügend vorhanden. Allein in Deutschland wird das verfügbare Dachpotenzial auf 2,3 Millionen Quadratmeter geschätzt. Die meisten Experten glauben, dass erneuerbare Energien langfristig gute Wachstumschancen haben. Die deutsche Solarindustrie wird hiervon profitieren, da der Staat Sonnenenergie besonders fördert. Dies könnte allerdings langfristig auch ein Nachteil sein, wenn deutsche Sonnenstromunternehmen dadurch ihre Effizienz vernachlässigen. Auch die großen Ölkonzerne setzen auf den „Sonnentrend“: Shell beispielsweise baut immer größere Solarparks in Deutschland.

 




„Ökofirmen drängen an die Börse“

Süddeutsche Zeitung, 15.09.2005

 

Nach den erfolgreichen Börsengängen von Conergy im März und Solar Millennium im Juli drängen im Herbst mindestens vier weitere Unternehmen der regenerativen Energiebranche auf das Parkett. EOP Biodiesel machte bereits den Anfang, die Emission war mehrfach überzeichnet. Das Börsenumfeld ist derzeit sehr günstig für erneuerbare Energien.

 

Dennoch sollten die Anleger genau auf den Preis achten, bevor sie Aktien von Börsenneulingen zeichnen. Denn viele Solaraktien sind derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 bewertet, doppelt so viel wie viele DAX-Aktien. Je höher das KGV, desto teuerer die Aktie. Analysten halten die hohe Bewertung wegen der guten Wachstumsaussichten dennoch für gerechtfertigt.

 

Der Solarstrom hängt an den Fördermitteln, in Deutschland wird dies durch das „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) geregelt. Während die Kilowattstunde an der Strombörse in Leipzig mit 6 Cent gehandelt wird, liegen die durch das EEG garantierten Abnehmerpreise für Solarstrom bei bis zu knapp 60 Cent. Bei der Ankündigung der vorgezogenen Bundestagswahlen 2005 hatten die Solaraktien deshalb kurzfristig nachgegeben, haben sich aber schnell wieder erholt. Denn die meisten Experten glauben, dass ein Regierungswechsel nichts an der Förderung der Solarenergie ändert.

 

Nach der derzeitigen Regelung sinkt die Förderung der Solarenergie pro Jahr um 5 Prozent, ab 2007 könnte sie jedoch noch stärker abgesenkt werden. Vor allem die kleineren Modulhersteller könnten dann in Bedrängnis kommen, deren Produktion zurzeit noch glänzend läuft. So ist die Produktion für 2006 bereits ausverkauft. Der Export kam bisher wegen der starken Inlandsnachfrage nicht so recht aus den Startlöchern. Wichtigster Exportmarkt der nächsten Jahre wird Südeuropa und allen voran Spanien, wo es eine ähnliche Förderung gibt wie in Deutschland. Japan, der größte Solarmarkt, ist jedoch fest in japanischer Hand.

 




„Run auf Solaraktien birgt Risiken“

Handelsblatt, 14.09.2005

 

Solaraktien sind bei Anlegern begehrt: Gewinne, Wachstum und Ölpreis sprechen für die Titel – und die Kurse gehen weltweit steil nach oben. Experten halten diese Kursentwicklung für gerechtfertigt, doch die Titel sind von staatlichen Förderprogrammen abhängig. Für die Aktien spricht, dass es Neueinsteiger schwer haben, an den derzeit knappen Rohstoff Silizium zu kommen. Diese Situation wird sich erst in etwa zwei Jahren entspannen.

 

Der derzeit größte Börsenkandidat ist Q-Cells mit einem Emissionsvolumen von 300 Millionen Euro. Wie auch Ersol will das Unternehmen noch im Oktober 2005 an die Börse. Kleinere Börsenkandidaten sind Sunline, Solarwatt, PV Crystalox Solar und Centrosolar, sowie in den USA der Modulhersteller Sunpower. „Dass Solarunternehmen momentan unabhängig von Größe und Börsensegment gekauft werden, beweisen die bisherigen Emissionen. So hat die seit November im Freiverkehr gelistete Aktie von Phoenix Sonnenstrom in zehn Monaten UM rund 120 Prozent an Wert zugelegt.“

 




„Neue Solaraktien dringend gesucht“

Börsen-Zeitung, 10.09.2005

 

Solarunternehmen sind die „heißeste Branche am hiesigen Kapitalmarkt“. Fünf Unternehmen drängen derzeit an die Börse und Investmentbanken suchen nach weiteren Kandidaten. Einige Fondsmanager halten das für “Wahnsinn“, doch es scheint zu funktionieren. „Börsenaspiranten wie Q-Cells, Antec. Sunline und Ersol sind profitabel und stoßen auf Investoreninteresse.“ Immer mehr IPOs und Umplatzierungen finden jedoch ohne die Beteiligung von Privatanlegern statt.

 




„Solaraktien nicht zu bremsen“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2005

 

„Solaraktien sind an der Börse derzeit die heißeste Branche.“ Der Grund dafür liegt in den steigenden Preisen für Erdöl und Gas. Sie lassen hoffen, dass der Solaranteil am Energiemix steigt. Immer mehr deutsche Solarunternehmen wollen die Gunst der Stunde nutzen – jüngst haben Ersol, Q-Cells, Solarwatt und Sunline Börsengänge angekündigt.

 

Seit der Kursrallye am Neuen Markt stiegen die Kurse nicht mehr so rasant wie in der Solarbranche. Solarworld war die beste Aktie der Jahre 2004 und 2005 und steigerte sich von 40 auf 120 Euro. Nicht einmal der Kurswechsel in Richtung der Konservativen und damit die Drohung, die Förderung regenerativer Energien könnte einbrechen, konnte die Aktien stoppen: Conergy, im Vertrieb von Solaranlagen zuhause, schaffte seit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Plus von 20 Prozent. Allerdings hatte die Union bereits signalisiert, frühestens ab 2007 ein neues Fördermodell einzuführen, und Spekulationen sehen dadurch vor allem die Windbranche gefährdet.

 

Dennoch: Solarworld gilt inzwischen als „ambitiös bewertet“. Und bei den anstehenden Neuemissionen sollten sich die Anleger die Unternehmen genau anschauen. Das Beispiel der Windkraftunternehmen zeige, dass es nicht auf die Branche, sondern auf die Unternehmen ankomme.




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